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Term Definition
Reallohnbezogene Obergrenze

Für die Anpassung von Betriebsrenten kann der zwischen­zeitlich eingetretene Kaufkraftverlust  (Verbraucherpreisindex für Deutschland) maßgebend sein oder die Entwicklung der Nettolöhne vergleichbarer Arbeitnehmergruppen im Unternehmen (reallohnbezogene Obergrenze).

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Rechtsanspruch

Der Rechtsanspruch ist das Recht von einem anderen ein Tun oder Unterlassen zu verlangen. Ein wesentliches Merkmal eines Rechtsanspruchs ist die Möglichkeit seiner gerichtli­chen Durchsetzung.

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Regelaltersgrenze

Die Regelaltersgrenze lag von 1916 bis 2011 beim 65. Le­bensjahr des Versi­cherten. Seit 2012 wird sie bis 2029 schrittweise auf das 67. Lebensjahr ange­hoben. Die Re­gel­altersrente kann ohne Abschläge als Vollrente bezogen werden, wenn die Regel­altersgrenze er­reicht und die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt ist. Sie kann bei rechtzei­tigem Antrag nach Erreichen der Regel­altersgrenze ab dem Folgemonat bezogen werden.

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Regelaltersrente

Die Regelaltersrente erhalten Versicherte als  Vollrente, die die  Regelalters­grenze erreicht haben und die allgemeine  Wartezeit von fünf Jahren erfüllen. Die Altersgrenze für die Regelaltersrente wird von 2012 bis 2029 schrittweise vom 65. auf das 67. Le­bensjahr ange­hoben. Von 2012 bis 2023 erfolgt die Anhebung in Einjahresschritten und ab 2024 in Zweijahres­schritten.

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Regelungsabrede

Die Regelungsabrede (auch als Betriebsabsprache bezeichnet) ist eine form­lose Übereinkunft zwischen Betriebsrat und Arbeitge­ber (BAG 18.03.2014 – 1 ABR 75/12, Rn. 33, lexetius.com 2014, 2449). Sie hat keine Normenwirkung, das heißt, sie wirkt nicht unmittelbar und zwingend auf die Arbeitsverhältnisse ein, sondern bindet die Be­triebsparteien nur schuldrechtlich. Der Arbeitgeber muss sie mit den Mitteln des individuellen Arbeitsrechts umsetzen. Das Mitbe­stimmungsrecht des Betriebsrats kann in der Form der Rege­lungsabrede realisiert werden (BAG 14.02.1991 – 2 AZR 415/90, AP Nr. 4 zu § 615 BBG Kurzarbeit).

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Regelungssperre

Die  Betriebsparteien (Betriebsrat und Arbeitgeber) können grundsätzlich betriebliche und betriebsverfassungsrechtliche Angelegenheiten durch Vereinbarungen (Rege­lungsabreden, Betriebsabsprachen, Betriebsvereinbarungen) gestalten, wenn diese Angelegenhei­ten nicht abschlie­ßend tariflich oder gesetzlich geregelt sind (Rege­lungs­sperre) (BAG 09.07.2013 – 3 AZR 275/12, Rn. 14 f., lexetius.com 2013, 3975). Ausnahme: Im Tarifvertrag oder Gesetz wird mit einer  Öffnungsklausel eine betriebli­che Konkretisierung und Ausgestal­tung der Angelegenheit ermöglicht oder der Tarifvertrag oder das Gesetz regelt eine mitbestimmungspflichtige Angelegenheit (§ 87 BetrVG) nicht abschließend (BAG 18.03.2014 – 1 ABR 75/12, Rn. 17, lexetius.com 2014, 2449). Die Regelungslücke kann durch eine Betriebsvereinbarung geschlossen werden (BAG 18.03.2014 – 1 ABR 75/12, Rn. 17, lexetius.com 2014, 2449).

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Rente

Unter einer Rente wird der regelmäßige Bezug von Geldleistungen aus der gesetzlichen, betrieblichen oder privaten Altersversorgung verstanden. Sie kann als Alters-, Invaliditäts- oder Hinterbliebenenrente gezahlt werden. Die Rentenzahlung ist grund­sätzlich eine lebenslängliche  Leibrente (BFH 04.10.1990 – X R 60/90, BStBl 1991 II, 89; BB 1991, 823); sie kann aber auch zeitlich befristet werden ( Zeit­rente) (BAG 18.03.2003 – 3 AZR 313/02, Rn. 25, AP NR. 08 zu § 7 BetrAVG.

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Rentenzahlung

Die Leistungen der  betrieblichen Altersversorgung können als laufende Leistungen (Rente) (BAG 25.06.2013 – 3 AZR 219/11, Rn. 13, BAGE 145, 314) oder als Kapital ausgezahlt werden. Die Rentenzahlung ist grundsätzlich eine lebenslängliche  Leibrente; sie kann zeitlich befristet werden ( Zeitrente).

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Rentnergesellschaft

Stellt ein Betrieb seine Geschäftstätigkeit ein, wird häufig eine Rent­nerge­sellschaft für den Zweck gegründet, die vorhandenen Versorgungsverbindlichkeiten auf sie zu über­tragen, die sie zu erfül­len und abzuwickeln hat (BAG 26.10.2010 – 3 AZR 502/08, Rn. 38, AP Nr. 71 zu § 16 BetrAVG). Sie ist mit ausreichenden Finanzmitteln auszu­statten, damit sie die zuge­sagten Ansprüche erfüllen kann und ausreichendes Kapital für die Anpassun­gen (§ 16 BetrAVG) zur Verfügung steht (BAG 11.03.2008 – 3 AZR 358/06, Rn. 33 ff., BAGE 126, 120). Die Übertragung vom Arbeitgeber auf eine Rentnergesellschaft ist ein Schuldnerwechsel.

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Riester-Förderung

Bei einer Entgeltumwandlung nach § 1a BetrAVG kann der Arbeitnehmer verlangen, dass für seine Beiträge aus dem Nettoentgelt die Voraussetzungen für die Förderung nach §§ 10a, 82 Abs. 2 EStG erfüllt wer­den, wenn die betriebliche Altersversorgung über einen kapitalgedeckten Versorgungsträger (Pensionskasse, Direktversicherung, Pensionsfonds) durchgeführt wird.

Für diese Beiträge können Arbeitnehmer die Zulagen beantragen und/oder den Sonderausga­benabzug gel­tend machen (Riester-Förderung). In der Regel ist die Wahl dieser staatlichen Förde­rung (Zulagen) nur dann sinnvoll, wenn der Arbeitgeber mit seinen Beiträgen die Steuer- und Bei­tragsfreiheit in den Sozial­versicherungen (z. B. § 3 Nr. 63 EStG) aus­geschöpft hat.

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Riester-Rente

Unter einer Riester-Rente werden die laufenden Leistungen verstanden, die aus einem staatlich geförderten privaten kapitalgedeckten Altersvorsorgeprodukt zu zahlen sind. Für sie können  Zulagen beantragt und der Sonderausgabenabzug in Anspruch genommen werden. Ab 2006 mussten bei dieser Altersvorsorge  Unisex-Tarife eingeführt werden.

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Rückdeckungsversicherung

Die Rückdeckungsversicherung ist eine vom  Arbeit­geber oder von einer Unterstützungskasse (Versicherungsnehmer) auf das Le­ben des Arbeitnehmers abge­schlossene Versicherung (BAG 17.01.2012 – 3 AZR 10/10, Rn. 31, lexetius.com 2012, 554; 14.07.1972 – 3 AZR 63/72, AP Nr. 2 zu § 242 BGB Ruhegehalt-Lebensversicherung). Bezugs­berechtigt für die Leistungen ist der Versicherungsnehmer. Er kann die ihm aus dem Versicherungs­vertrag zustehenden Ansprüche auf Versicherungsleistungen an die Arbeitnehmer beleihen, verpfänden oder abtre­ten.

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Rückendeckungskasse

Rückdeckungskasse ist in der Regel eine Lebensversiche­rung, Pensions­kasse oder spezielle Rückdeckungskasse. Auch andere Rückdeckungs­möglichkeiten sind zuläs­sig, z. B. Investmentfonds. Der Arbeitgeber (Direktzusage) oder die Unterstützungskasse schließt mit der Rückdeckungskasse eine Versicherung ab, um die Risiken der betrieblichen Alters­vorsorge abzusichern (BAG 17.01.2012 – 3 AZR 10/10, Rn. 31, lexetius.com 2012, 554).

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Rückkaufswert

Der Rückkaufswert ist der Wert einer Renten- oder Lebensversicherung, der bei einer vorzeitigen Be­endigung des Versicherungsvertrages ausgezahlt wird (BAG 15.09.2009 – 3 AZR 17/09, BAGE 132, 100). Mit ihm werden nicht die bereits eingezahlten  Zuwendungen oder  Beiträge erstattet. Der Rückkaufswert liegt anfäng­lich deutlich unter der Summe der bis zur Kün­digung eingezahlten Beiträge. Die Höhe der Rückkaufswerte kann zu je­dem möglichen Kündi­gungstermin schon bei Vertragsschluss vereinbart werden.

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Rürup-Rente

Unter einer Rürup-Rente (Basisrente) werden umgangssprachlich lebenslange lau­fende Leistun­gen verstanden, die aus einer kapitalgedeckten Leibrentenversicherung gezahlt wer­den. Sie ist eine weitere Form der privaten Altersvorsorge, bei der die Beiträge als Sonderausga­ben geltend gemacht werden können. Die Leibrente darf nicht vor Vollendung des 60. Lebens­jahres und für Verträge, die ab 2012 abgeschlossen werden nicht vor dem 62. Lebensjahr ausge­zahlt werden. Die Versor­gungsansprüche sind nicht

—●—— vererbbar,
—● übertragbar,
—● beleihbar,
—● veräußerbar,
—● kapitalisierbar und
es darf darüber hinaus kein Anspruch auf weitere Zahlungen bestehen.

Die ergänzende Absicherung von Berufsunfähigkeit und der Hinterbliebenen ist auch bei der Rü­rup-Rente möglich.

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