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Term Definition
Äquivalenzstörung

Die Äquivalenzstörung ist ein Fall des unverhältnismäßigen Auseinanderklaffens von Leistung und Gegenleistung. Bei einer arbeitgeberfinanzierten Versorgungszusage kann eine Äquivalenzstörung auftreten, denn die Zusage beruht auf einem länger­fristigen Austausch von Leistung und Gegenleistung (BAG v. 17.01.2012 – 3 AZR 555/09, Rn. 23, 57, lexetius.com 2012, 1905). Der Arbeitnehmer bringt auf der einen Seite seine Arbeit als faktische Leistung (Betriebstreue) ein; der Arbeitgeber gewährt ihm als Gegenleistung später die Betriebsrente (nachträglicher Lohn). Wie bei jedem anderen auf längere Zeit angelegten verpflichtenden Vertrag können sich im Laufe der Zeit die Werte der Leistungen durch äußere Umstände wesentlich verändern. Bei einer wesentlichen, nicht vorhersehbaren und unerwarteten Änderung kann die Gleichwertigkeit der Leistungen gestört werden ( Äquivalenzstörung ), die zu einer angemessenen Änderung des Leistungsversprechens berechtigen kann.

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