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Begriff Definition
Direktversicherung (DV)

Die Direktversicherung ist ein versi­cherungsförmiger und mittelbarer Durchführungsweg der betriebli­chen Altersvorsorge. Bei ihr schließt der Arbeitgeber mit einem Versi­che­rungs­unternehmen einen Lebensversicherungsvertrag auf das Leben des Arbeitnehmers ab, bei dem Arbeitneh­mer und seine Hinterbliebenen ganz oder teilweise bezugsberechtigt sind (BAG 19.04.2011 – 3 AZR 267/09, Rn. 16, lexetius.com 2011, 3753; 31.07.2007 – 3 AZR 446/05, Rn. 15 ff., AP Nr. 30 zu § 1 BetrAVG Lebensversicherung). Der Versi­che­rungsvertrag wird erst wirk­sam, wenn ihm der Arbeitneh­mer durch Unterschrift zuge­stimmt hat. Es han­delt sich um einen Ver­trag zugunsten Dritter. Diese Versiche­rung wird für den Zweck abgeschlos­sen, dem Arbeitnehmer oder seinen Hinterbliebenen bei Eintritt eines Versi­che­rungs­falles (Alter, Inva­lidität, Tod) Versor­gungsleistungen für das wegfal­lende Erwerbsein­kom­men zu zahlen.

Als Versiche­rungsnehmer hat der Arbeitgeber die Rechte und Pflichten aus dem Ver­sicherungs­­­­vertrag wahr­zunehmen. Er hat die Beitragszahlung − ob arbeitgeber-, misch- oder arbeitnehmerfi­nanziert − si­cherzustellen, damit im Versicherungs­fall die Leistungen an die Begünstigten ausge­zahlt werden kön­nen. Zusätzlich hat er die sich aus dem Versicherungs­vertragsgesetz und den Versicherungsbedin­gungen ergebenden Verpflichtungen (Anmelde­- und Anzeige­pflich­ten usw.) zu erfüllen. Außer­dem hat er dafür einzustehen, wenn die Leistungen von der Versicherung nicht aus­gezahlt werden oder nicht ausgezahlt werden können (Einstandspflicht).

Direktversicherungen werden finanziert durch:

—● Beiträge des Arbeitgebers (Arbeitgeberfinanzierung)
—● Entgeltumwandlung (Arbeitnehmerfinanzierung)
Beiträge des Arbeitgebers und Entgeltumwandlung der Arbeitnehmer (Mischfinanzierung)
Eigenbeiträge der Arbeitnehmer (Mitfinanzierung einer arbeitgeberfinanzierten Versorgungs­zusage)
—● Erträge des Vermögens

Beiträge und Zuwendungen können wie folgt staatlich gefördert werden:

—● steuer- und beitragsfreie Beiträge oder Zuwendungen (z. B. § 3 Nr. 63 EStG)
—● Riester-Förderung (§§ 10a, 82 Abs. 2 EStG)
—● Pauschalierung der Lohnsteuer bei Altzusagen (§ 40b EStG)
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