Suche nach Begriffen (nur reguläre Ausdrücke erlaubt)
Begriff Definition
Ertragsanteil

Der Ertragsanteilist der steuerpflichtige Teil des Auszahlungsbetrages einer be­trieblichen Altersversorgung, der auf individuell oder nach § 40b EStG pauschal versteuerten Bei­trägen beruht. Seine Höhe ist ein bestimmter Prozentsatz, der anhand amtlicher Tabellen ermittelt wird. Die Höhe ist abhängig vom Alter des Versorgungsempfängers bei Versorgungsbeginn und der Art der Rente (BFH 22.11.2006 – X R 29/05, Rn. 14, BFHE 216, 124). Die Höhe des Ertragsanteils hängt davon ab, ob die Rente als lebenslange oder abgekürzte Leibrente gezahlt wird.

Die Leibrenteist eine Form Rentenzahlung, die an das Leben des Versorgungsempfängers ge­bunden ist. Es gibt zwei verschiedene Formen der Leibrente:

— Die lebenslange Leibrente, sie wird solange gezahlt wie der Versorgungsberechtigte lebt.
— Die abgekürzte Leibrente wird nur für eine bestimmte Dauer gezahlt (z. B. Invaliditäts- oder Waisenrente)

Für abgekürzte Leibrentengibt es einen besonderen steuerpflichtigen Ertragsanteil (§ 55 EStDV). Er hängt von der Laufzeit der Rente ab.

Bei der Ertragsanteilbesteuerung wird nur der Ertrag (z. B. Zinsen und Zin­seszinsen) besteuert, wenn schon die Aufwendungen (Beiträge/Zuwendungen) für die betriebli­che Altersvorsorge voll oder pauschal besteuert worden sind. Würde der volle Auszahlungsbetrag noch einmal besteuert, läge eine unzulässige Doppelbesteuerung vor.

Zugriffe - 2355
Um diese Seite für Sie immer weiter zu optimieren, werden Cookies verwendet. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung zu. Es werden dabei anonymisierte Daten von Google Analytics ausgewertet, z.B. die Dauer der Sitzung, Anzahl der Seitenbesucher, Seiten, die besucht wurden, etc.. Der Verwendung von Google Analytics-Cookies kann jederzeit widersprochen werden. Weiteres dazu finden Sie in der Datenschutzerklärung.