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Begriff Definition
Näherungsverfahren

Das Näherungsverfahren ist von Bedeutung, wenn die betriebliche Alters­versorgung als Gesamtversorgung zugesagt wor­den ist, bei der die gesetzli­che Rente mit zu berücksichtigen ist (BAG 12.11.1991 – 3 ZR 520/90, BAGE 69, 19; DB 1992, 638). Kann die Höhe der Rente nicht durch den Nachweis der bisher erworbenen Entgeltpunkte nachgewiesen werden, ist eine fiktive Ren­ten­berech­nung nach dem soge­nannten Nähe­rungsverfahren vorzunehmen. Für die Berech­nung der gesetz­lichen Rente nach dem Nähe­rungs­verfah­ren gilt folgende Formel:

R = EP x AR x ZF
R = voraussichtliche gesetzliche Rente
EP = maßgebende Entgeltpunkte
AR = aktueller Rentenwert
ZF = maßgeblicher Zugangsfaktor

Als Versicherungsjahre werden nur die vollen Jahre nach vollendetem 20. Lebensjahr be­rück­sich­tigt. Bei einer Inanspruchnahme der gesetzlichen Rente vor der Regelaltersgrenze, ist sie für jeden Monat des vorzeitigen Beginns um 0,3 Prozent zu kürzen.

Kann ein Arbeitnehmer durch eine Rentenaus­kunft die tatsächliche Zahl der Entgelt­punkte nachwei­sen, dann ist die Rente grund­sätzlich aus den persönlichen Entgelt­punkten zu errechnen. Die individuelle Berechnung hat Vor­rang vor einer fiktiv nach dem Nähe­rungsverfah­ren errechne­ten Rente.

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