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Begriff Definition
Quotierungsverfahren

Scheidet ein Arbeitnehmer mit einer unverfallbaren Anwartschaft vor Eintritt eines Versorgungsfalles aus dem Arbeitsverhältnis aus oder hat der Arbeitgeber die bisherige Versorgungszusage wirksam widerrufen, dann sind die er­worbenen Ansprüche nach dem Quotierungsverfahren – auch ratierliches Verfahren (BAG 17.06.2014 – 3 AZR 412/13, Rn. 29, lexetius.com 2014, 3184) oder m/n-tel-Verfahren genannt − zu berech­nen.

Berechnung der ratierlichen Kürzung einer Anwartschaft
         
Ratierliche Kürzung = Berechnungs-formel

Tatsächliche Betriebszugehörigkeit

   Mögliche Betriebszugehörigkeit

        Ergebnis
Ungekürzter Anspruch = 500 € Kürzung 20 Jahre   = 66,7%
        30 Jahre   = 333,50 €
               

Bei ihm wird die unverfallbare An­wartschaft aus dem Be­trag der Versorgungsleistung errechnet, der sich (ggf. unter An- und Hoch­rechnung ande­rer Leistungen) bis zur festen Altersgrenze ergibt (in der Regel ist es die Regelaltersgrenze oder die vereinbarte feste Altersgrenze). Dabei wer­den die Bemes­sungs­grundlagen zum Zeitpunkt des Aus­scheidens zug­runde ­ge­legt.[1] Mitnehmbar ist der Teil der errech­neten Anwartschaft, der dem Ver­hältnis der tat­sächli­chen Anmeldungszeit zur möglichen An­meldungszeit (bis zu dem Mo­nat, in dem die feste Altersgrenze oder die Regelalters­grenze erreicht wird entspricht (ra­tierliche oder zeitanteilige Kürzung).

 


[1] BAG 10.12.2013 – 3 AZR 832/11, Rn. 30, lexetius.com 2013, 5823

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