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Begriff Definition
Ratierliche Kürzung

Scheidet ein Arbeitnehmer vor Eintritt eines Versorgungsfalles mit einer gesetzlich unverfallbaren Anwartschaft aus dem Arbeits­ver­hältnis aus (§ 2 BetrAVG), ist die mitnehmbare arbeitgeberfinanzierte Anwart­schaft grundsätzlich ratierlich zu kürzen (Quotierungsverfahren).

Beim Quotierungsverfahren  – auch ratierliches, m/n-tel- oder pro-rata-temporis-Verfah­ren ge­nannt – wird der zugesagte Voll­anspruch im Ver­hältnis zu der tat­sächlich erbrachten Betriebszughörigkeit (nicht ledig­lich der nach der Zu­sage­ er­brachten Zeit) zur ins­gesamt mög­lichen Betriebszugehörigkeit errechnet (Feste oder Regelaltersgrenze).

Eine ratierliche Anwartschaft ist wie folgt zu berechnen:

 

fiktive Dauer ab Beginn des Arbeitsverhältnisses bis zur Regelaltersgrenze

420 Monate

 

tatsächliche Dauer des Arbeitsverhältnisses

240 Monate

 

240 : 420 =

   57,14 %

 

ungekürzte unverfallbare Anwartschaft

  950,00 €

 

gekürzte Anwartschaft (57,14 % von 950 €) =

  642,83 €

Dagegen ist eine arbeitnehmerfinanzierte Versorgungsanwartschaft (Entgeltumwandlung oder umfasste Eigenbeiträge) sofort unverfallbar, wenn sie ab 2001 zugesagt wurde. Bei einem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis ergibt sich Ihre Höhe aus den umgewandelten Beiträgen, die vom Zusagezeitpunkt bis zum Ausschei­den eingezahlt worden sind (Erreichte Anwartschaft).

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