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Term Definition
Rentenabschlag

Wird eine gesetzliche Altersrente als Vollrente vorzeitig bezogen, wird sie für die gesamte Dauer des Rentenbezugs durch Abschläge gemindert. Die Rentenminderung beträgt für jeden Monat, in dem die Altersrente vor Erreichen der jeweiligen regulären Altersgrenzue gezahlt wird 0,3 Prozent. Abschläge gibt es bei folgenden Rentenarten:

  • Altersrente für langjährig Versicherte
  • Altersrente für schwerbehinderte Menschen
  • Erwerbsminderungsrente
  • Erziehungsrente
  • Witwen- oder Witwerrente
  • Waisenrente

 

Für die einzelnen Rentenarten gelten verschiedene Anspruchsvoraussetzungen. Deshalb ist in jedem Einzelfall zu prüfen, ab wann die jeweilige Rente beginnt und mit welchen Abschlägen sie gemindert wird.

Auch die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung können grundsätzlich bei einem vorzeitigen Bezug (feste Altersgrenze, Regelaltersgrenze) durch versihcerungsmathematische Abschläge gemindert werden, wenn die Versorgungsordnung einen Abschlag vorsieht. Eine Minderung bis zu 0,5 Prozent für jeden Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme ist nach der Rechtsprechung zulässig (BAG 13.12.2005 - 3 AZR 214/05, AP Nr. 56 zu § 1 BetrAVG Auslegung).

Selbsgt wenn in der Versorgungsordnung für einen vorzeitigen Bezug der Altersleistung keine Minderung vorgesehen ist, kann die Leistung mit einem untechnischen versicherungsmathematischen Abschlag gekürzt werden. Dies ist möglich, wenn der Arbeitnehmer vor Erreichen der Regelaltersgrenze mit einer unverfallbaren Anwartschaft aus dem Arbeitsverhältnis ausgeschieden und ohne dass ein Versorgungsfall eingetreten ist und er später die gesetzliche Rente vorzeitig mit Abschlägen in Anspruch nimmt.

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