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Begriff Definition
Rückdeckungsversicherung

Die Rückdeckungsversicherung ist eine vom  Arbeit­geber auf das Le­ben des Arbeitnehmers abge­schlossene Versicherung, bei der der Arbeitgeber bezugsberechtigt ist (Bezugsrecht). Mit ihr werden die Risiken Tod oder Invalidität aus der von ihm erteilten Versorgungszusagen der betrieblichen Altersversorgung ausgelagert.

Rückdeckungsversicherungen werden insbesondere bei einer Direktzusage und bei einer Unterstützungskasse zur Risikoabwälzung abgeschlossen.

Mit einer Rückdeckungsversicherung werden die biometrischen Risiken (Alter, Invalidität, Tod) auf ein Ver­sicherungsun­ternehmen ausgelagert, die der Arbeitgeber bei einer Direktzusage selbst zu tragen hätte. Die Beiträge für eine Rückdeckungsversicherung sind für den Arbeit­geber steuermindernde Be­triebsausgaben (§ 4 Abs. 4 EStG).

Häufig nehmen auch Unterstützungskassen – nicht der Arbeitgeber eine Rückdeckungsver­sicherung über eine Le­bensversi­cherung, Pensionskasse oder eine spezielle Rückdeckungskasse vor, mit denen die Anwart­schaften ausfinanzie­rt werden (rückgedeckte Unterstützungskassen).

Die Beiträge des Arbeitgebers oder der Unterstützungskasse an eine Rückdeckungskasse sind unbegrenzt lohnsteuerfrei. Erst die Versor­gungsleistungen sind als Einkünfte aus nichtselbstän­diger Arbeit (nachträglicher Lohn) nachgelagert zu versteuern.

Bei Eintritt des Versorgungsfalles berechnet die Rückdeckungskasse die Versorgungsleistung auf der Basis der erhaltenen Beiträge und zahlt die errechnete Leistung an den Versicherungsnehmer (Arbeitgeber, Unterstützungskasse) aus. Dieser zahlt die Leistung nach Abzug der staatlichen Abga­ben (Steuer, SV-Beiträge) an den versi­cherten Arbeitnehmer oder seine Hinterbliebenen aus.

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